#42 Männerkompass - Zwang zur Leichtigkeit

Shownotes

Zentrale Gedanken aus der Folge:

Leichtigkeit bedeutet nicht, dass alles einfach sein muss. Leichtigkeit bedeutet auch nicht, Verantwortung zu vermeiden. Vielleicht beginnt sie dort, wo wir aufhören, Dinge permanent gegen uns selbst zu tun.

Es gibt eine natürliche Schwere im Leben: Veränderung, Abschied, Krankheit, Verlust, Unsicherheit. Und es gibt eine zusätzliche Schwere, die wir selbst oben drauflegen: Selbstkritik, Perfektionismus, Vergleiche, Schuld, Scham und der Druck, alles richtig machen zu müssen.

Genau darüber sprechen wir in dieser Folge.

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Jörg Adolphs Profil auf LinkedIn Historie, Bilder und Themen: Profitabler Macher, Psychologie, Kampfkunst, Unternehmensberater, „Menschenoptimierer“ Leadership, Kommunikation, Mentale und Gesundheit www.kai8prinzip.de

Thomas Qiu Hönel [Profil auf LinkedIn](https://www.linkedin.com/in/thomas-qiu-hönel-78186a149/ ) Historie, Bilder und Themen: Verkörperer; Ikigai- und Kintsugi-Coach, MBSR-Lehrer (Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion), Resilienztrainer, Kampfkunstlehrer, Designer, Kalligraf; praktiziert und lehrt Zen https://thomashoenel.de https://www.studio-hoenel.de

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Wir freuen uns auf Dich

Intro-Produzent Mutan Fly

Transkript anzeigen

00:00:00: Hallo und herzlich willkommen zum Männerkompass.

00:00:04: Hallo!

00:00:04: Schön, dass ihr wieder dabei seid.

00:00:06: Folge forty-two heute Q&E in unserem neuen mobilen Podcaststudium mit neuem Equipment.

00:00:13: Danke an Rode.

00:00:15: Und wir haben uns heute ein Thema ausgesucht Mit der Überschrift Leichtigkeit und Genuss.

00:00:20: auf der einen Seite wird es Schwere und Pflicht Auf der anderen.

00:00:26: quasi.

00:00:27: der Gedanke, der uns getrieben hat war viele Männer funktionieren stark über Verantwortung Leistung Kontrolle und eben besagte Pflicht.

00:00:34: Das kann halt geben.

00:00:35: das kann aber auch irgendwie eine schwere erzeugen.

00:00:37: war so die Beobachtung?

00:00:38: Und deswegen haben wir uns ein paar leidfragen gestellt im Sinne von wie gelingt es Männern Verantwortung zu tragen ohne sich selbst zu verlieren oder Ohne zu schwer zu werden.

00:00:46: Oder Wie können Leichtigkeit und Genuss wieder einen gesunden Platz Im Leben bekommen beliebig oder egoistisch zu wirken?

00:00:58: Ja, das ist ein schöner Einstieg Jörg und mir ging es die ganze Zeit so.

00:01:05: Ich habe eher den Eindruck dieses Thema... Das ist zu uns gekommen!

00:01:11: weil ich vor einigen Tagen mit dir im Brainstorming war und du hast mir so auch einen Credo von dir geteilt, fand es total schön.

00:01:21: Und da spielte Leichtigkeit eine große Rolle darin.

00:01:28: Ich habe dann vor zwei Tagen ganz spontan gesagt, weißt du was wir machen?

00:01:31: Was zur Leichtigheit und zur Pflicht... Stimmt!

00:01:34: ...und schwere und so.

00:01:35: Ja.

00:01:35: Und zu

00:01:37: irregulieren.

00:01:41: Ja, bei mir geht es so.

00:01:43: Dass ich diesen Begriff gerade von Coaches, Coachies seit rund über zehn Jahren höre und auch in unserer Zusammenarbeit jeugt, tauchte der Begriff auch mehrfach auf.

00:01:55: Und auch in meine Richtung, also für wie cute du das musst ein bisschen mehr Leichtigkeit sein.

00:02:02: Und dann sag' ich mir okay sorry!

00:02:04: Es gibt ja Dinge die kann ich sehr leicht machen.

00:02:06: Das sind Dinge die aus meinem ganz eigenen Rauben kommen aus meinem Eckeninspray, man sagt ja auch manchmal so aus der Hüfte geschossen.

00:02:15: Wobei das wäre dann ein einzelner Schuss aber das ist ja ein Fließen.

00:02:20: Diese Dinge die ich gut kann... Ich habe jetzt

00:02:21: dieses was du gut kannst als Profi mit dem Revolver an der Seite.

00:02:24: also um dieses Bildrad zu nehmen, der so aus einer Hüftel schießt, ist ja so der Profi dass er sich nicht anstrengen muss.

00:02:30: Er schieß einfach und zack trifft er ins Schwarze.

00:02:32: Und

00:02:32: das trifft noch trotzdem?

00:02:33: Das

00:02:33: kannst du quasi mit dem was du super kannst Da muss, das kostet dich nicht viel Anstrengung.

00:02:37: Das ist richtig.

00:02:38: Wenn ich vollkommen bei dir nur am Tag mit vierundzwanzig Stunden gibt es auch Augenblicke die sind halt nie ganz so leicht weil da Worten Aufgaben auf mich die ich aus Verantwortungsbewusstsein heraus übernehme und dabei zum Beispiel das Thema jahrelang für mich in der Küche zu stehen und da für die Familie zu sorgen oder mir Essen zu kochen.

00:03:04: Das war zum Beispiel nicht besonders leicht, weil ich da keine Routinen hatte.

00:03:08: Das hat mich nie so sehr interessiert aber über die letzten Jahre hinweg.

00:03:13: Und jetzt merke ich in letzter Zeit wird es leichter, weil Ich mehr Routine habe und weil ich mehr variieren kann und nämlich festgelegt bin im Gegensatz zu dir du kannst sehr gut kochen Und das finde ich toll, wenn Männer gut kochen

00:03:28: können.

00:03:28: Das war ja aber auch noch nicht immer so.

00:03:29: Wahrscheinlich

00:03:30: nicht.

00:03:30: Also um an dieses aus der Hüfte geschossen Bild mit Leichtigkeit zu nehmen oder bei dem Bild zu bleiben mir ging es ja auch so dass sich am Anfang darstand und dachte oh Gott, ich kann das alles gar nicht.

00:03:39: und beschlimmer noch!

00:03:40: Ich habe vorher sogar den Glaubenssatz in mir beobachtet.

00:03:46: In der Küche ist das Frauensache.

00:03:51: Also meine Vatergeneration hat mir das quasi mitgegeben zu sagen, da schnee ich eine Küche.

00:03:56: Da gehe ich nicht... bis irgendwann mal... Ich weiß gar nicht wo das herkam dieser Gedanke hast du schonmal darüber nachgedacht dass Sterneköcher ja meistens Männer sind?

00:04:05: also zum Thema Kochen weil ich irgendwie beobachtet habe naja irgendwie bin ich schon noch neugierig auf dieses Ding dann der Küche wie es funktioniert wie man so ein leckeren Silvester kapft oder so einen Rebraten oder sowas ja oder irgendwie ein tolles Essen wie das eigentlich funktioniert.

00:04:19: Irgendwie war ich immer sehr gut im Aufessen.

00:04:22: Mein Bruder zum Beispiel, der war nicht so gut im Offessen aber ist viel aktiver gewesen in der Küche und er hat heute auch von Küchenthemen immer irgendwie einen Plan.

00:04:31: Der weiß wie man eine Torte anschneidet.

00:04:33: Da weiß man den Geschirrspieler richtig einräumt.

00:04:37: Und ich hab das mir sozusagen dann mühsam angelernt.

00:04:41: sicherlich liegt da auch dieser ... Ich glaube, es hat drunter, dass das Frauen-Sache ist.

00:04:46: Ich war der Ältere von beiden und habe meine Mutter viele in einer Küche erlebt mit tollem Essen ... Aber ich hab mich für ganz andere Dinge interessiert!

00:04:55: Glaubst du, dass dein Bruder das auch so im Mühsam empfand?

00:04:59: Dieses Anlernen, dieses wie schneide ich eine Torte an mir zu eranzueignen?

00:05:02: Nee gar nicht!

00:05:03: Das ist bei ihm ...

00:05:06: Ein natürliches Interesse?

00:05:08: Ja, da liegt auch keine Schwere drin beim ... Die Sperre liegt ja bei mir jetzt auch nicht mehr so sehr auf.

00:05:15: Aber noch mal zu diesem Thema zurück, was ich sehr gut finde ist im Zusammenhang mit Leichtigkeit ist weniger Widerstand, nicht unnötiges Kämpfen in Zustand von Vertrauen und Flow.

00:05:32: Das sind Dinge die wenn ich Leichtigkeiten nehme da bin ich sofort bei Leichtigkeits.

00:05:38: und vielleicht ist es auch gemeint wenn's darum geht die Dinge mit etwas mehr Leichtigkeit zu tun, also auch ... Mit weniger

00:05:44: Widerstand.

00:05:45: Mehr

00:05:45: Einverstanden

00:05:46: sein vielleicht?

00:05:47: Also ich bin innerlich einverstanden, dass das jetzt dran ist wie zum Beispiel das Kochen ist jetzt dran.

00:05:54: oder es ist jetzt daran keine Ahnung zehn Fingerschreiben zu lernen oder mich mit Führung zu beschäftigen und meine Unternehmen weiterzuentwickeln.

00:06:01: Und wenn ich da einverstanden bin, innerlich, wenn ich nicht sage ach verdammter Mist!

00:06:05: Jetzt muss ich nur noch zehn Fagerschreiben lernen KI-Themen beschäftigen, ich muss mich mit Apps beschäftigen und Cloud Themen.

00:06:14: Ich werde gezwungen vom Leben.

00:06:16: Also

00:06:17: da sind wir bei Mindset, bei der inneren Haltung oder?

00:06:20: Ja, lebe ich permanent im Widerstand, mätele ich überall rum, bin nicht permanent sauer auf alles weil in Wirklichkeit ja alles besser weiß und genau weißt wie es gemacht wird.

00:06:31: Vielleicht ist das auch so ein... Jetzt muss doch mal gut sein!

00:06:35: Ich muss mich dann nicht mehr verändern.

00:06:38: Ist das die Haltung, die ich quasi in mir tragen könnte?

00:06:41: Ja sicherlich.

00:06:44: Das Leben verändert sich ja ständig und man lernt ständig dazu.

00:06:46: Und irgendwie gerade jetzt wenn wir so wie wir ein bisschen älter als Vatergenerationen ältern werden und merken hier, du musst schon wieder was Neues und schon wieder etwas Neues.

00:06:55: Es ist auch immer wieder eine Herausforderung aber es ist eine Frage von Haltung zum Leben.

00:07:02: Wie erkenne ich an das Leben ständig Veränderungen dass sich alles im Fluss befindet und das ich ein Teil davon bin.

00:07:10: Und genauso wie alles andere in lebender Organismus ist, bin ich Teil dieses lebenden Organismus und verändere mich auch ständig.

00:07:18: Wenn wir über dieses Spannungsfeld zwischen Pflicht- und Verantwortung, wie du es gerade angesprochen hast auf der einen Seite und diesen funktionieren müssen sprechen oder auf die anderen Seite diese lebensvolle Leichtigkeit genuss Da scheint es so, als würde das eine das andere ausschließen.

00:07:32: Und was ich gerade dich fragen wollte ist wenn du in deinem Umfeld dich umguckst oder auch in deinm eigenen Leben?

00:07:42: Wo begegnest du diesem Spannungsfeld ganz konkret?

00:07:44: Wo siehst du das und wo nimmst du das wahr?

00:07:50: Dieses Spannungsheld nehme ich war vor allem bei Männern in der Beratung die sehr... entweder entrüstet sind, tief gekränkt oder grübeln darüber was sie vielleicht alles nicht richtig machen, was sie verändern müssen.

00:08:13: Wo sie sich verbessern müssen.

00:08:16: Also das ist so in dem Bereich und aus... Ist

00:08:19: das ein Haar dann mit sich selbst?

00:08:20: Oder ist es so eine Zweifel?

00:08:23: oder empfindest du es als die besagte innere Schwere?

00:08:27: Ja, die schwere Ja, auf alle Fälle.

00:08:30: Wenn ein Mann in einer Trennungssituation ist dann erzeugt das Boot und natürlich wird es schwer weil plötzlich alles schwer wird.

00:08:40: Weil es ist ja nicht mehr im Fluss also nicht mehr in diesem empfundenen Fluss.

00:08:44: der Fluss war irgendwie vorher weit irgendwie in Anführung strichen Alles lief Und dann läuft es plötzlich nicht mehr.

00:08:50: und da ist gefühlt dieser sogenannte Fluss weg, weil es nicht mehr so richtig läuft.

00:08:56: aber Äh, um anderen ... Also an einem Sprech wäre es so.

00:09:01: Es ist das Ende der Täuschung, ne?

00:09:03: Deswegen ist die Enttäuschungen da

00:09:04: und ... Die Täuschen darüber, dass der Fluss nicht leicht

00:09:07: ist oder ... Ja, und dass es vor allen Dingen eh ewig anhält.

00:09:09: also ... Aha!

00:09:11: Dass das Nick in Stein gemeißelt ist diese Beziehung, dieses Anführungsstrichen sogenannte Glück.

00:09:17: Ah!

00:09:17: Naja, also diese ... Oder glücklich

00:09:18: sein oder ... Und

00:09:20: dass man darauf gar keinen Anspruch erheben kann.

00:09:23: Ja.

00:09:24: Mhm.

00:09:25: Okay.

00:09:27: Pflicht, Pflicht ist ... Ja in der Konditionierung finde ich so ein Thema.

00:09:38: Pflicht is etwas.

00:09:39: da hab' ich auch ein inneres Bild von einem Zeigefinger, der mir zeigt pass auf das ist Pflicht!

00:09:47: Du trägst wann und

00:09:49: du musst?

00:09:50: Dann kann man natürlich die Frage stellen okay Wann muss sich was wie viel?

00:09:56: Wann und warum und wieso?

00:09:58: Ja.

00:09:58: Ist

00:09:58: das so, dass du bei diesen Männern in der Beratung, wenn es um die Pflicht geht und diese Schwere, dass den Genuss oder die Leichtigkeit also das Gegenstück, die Opposite auf das irgendwie als etwas fast wie verboten ist wahrnehmen?

00:10:12: Oder dass sie eine Haltung haben von die Leichtigkeit oder die Freude – Das muss ich mir erst verdienen?

00:10:19: Wie empfindest du da?

00:10:21: Es ist eher die Herausforderung sich an dem Punkt dieser in dieser extremen Krisensituation, dem Leben zuzuwenden und bisherige Annahme über das wie Leben funktioniert hinter sich zu lassen.

00:10:38: Und sich einem neuen Einsatz von Leben zu öffnen und sich dem hinzugeben zum Beispiel dem dass das Leben unberechenbar ist.

00:10:50: Dass ich es nicht vorausschauen kann also Kontrolle abzugeben über dieses Abgeben von Kontrolle und das Akzeptieren, von Unbeständigkeit in einen neuen Seinszustand zu kommen.

00:11:06: Ist es nicht vielleicht ein alter Seins-Zustand?

00:11:09: Also einer den wir kannten als wir geboren wurden, als wir noch nicht im Verstand waren, als wie noch nicht so kontrollierend war.

00:11:17: Wir lernen das hier immer.

00:11:18: Es erinnert mich nämlich an meinen Training damals, in meinem Kampfkonstraining.

00:11:21: Sensei hat quasi immer Äh, ähnlich wie beim Klettern.

00:11:25: Manche kennen das vom Kletter.

00:11:26: Dieses vier Punkte ... Du hast also zwei Hände, zwei Füße ne?

00:11:29: Vier Punkte an der Wand und du machst drei immer fixe.

00:11:33: Du kontrollierst immer drei und nur einer sucht sozusagen den neuen halt.

00:11:37: Und so ähnlich war es auch im Umgang mit der Waffe und so.

00:11:40: Dass du also immer oben und unten, also Füse und Hände die Kontrolle ausübst beim Gegner und immer nur diesen einen Move diese eine Stelle suchst.

00:11:50: Und irgendwann als es um Schwarzgut ging Er hat einen der Schüler, den Hans Hänzchen mal gefragt und so.

00:11:56: Er hat gesagt ja wir trainieren das also.

00:11:58: gefragt in diese Richtung zum Thema Kontrolle und Perfektion Ja?

00:12:01: Wann habe ich die perfekte Kontrolle?

00:12:04: Und er hat gesagt Kontrolle ist Illusion.

00:12:08: und ich hab gedacht meine Güte, wir trainierend auf die ganze Zeit und vielleicht meinst du dass da sich das zwar auf der einen Seite Trainieren kann verantwortlich zu sein Pflicht zu tragen Also Verantwortung zu tragen und auf der anderen Seite aber mich vielleicht wieder erinnern muss daran, dass es trotzdem nur eine Illusion ist.

00:12:27: Ja.

00:12:27: Aber vielleicht sollten wir zum Einstieg jetzt bevor wir da so tief reingehen erst nochmal ein bisschen über die Begriffe reden oder über die in so einer Art Definition zu finden, die Begriffen ein bisschen zu sortieren was Leichtigkeit eigentlich is, was Genuss eigentlich iis und

00:12:42: der

00:12:43: Unterschied ist zwischen Oberflächlichkeit und Flucht?

00:12:46: Ich würde ja auch gerne noch mal auf meinen auf mein Thema zurückkommen im Zusammenhang mit den Coaches und oftmals auch online angeboten.

00:12:56: Und dort diesen Begriff Leichtigkeit, ich habe den Eindruck, da taucht er als Marketingwort auf.

00:13:02: Das ist ein Gegendogma?

00:13:04: Es wird ein Gegen-Dogma!

00:13:05: Und es wird genau da problematisch weil wenn ich dann mal sage oh hier komme ich gerade nur weiter oder wie muss ich das machen?

00:13:14: oder ich hab hier gerade einen Ding so und wie ein Thema Wenn du wenn's schwer ist, dann machst du irgendwas falsch.

00:13:22: Ist ne?

00:13:23: Das liegt dann so drunter.

00:13:24: das heißt also ich soll auf der einen Seite mich optimieren und optimiert werden und auf der anderen Seite ist aber etwas was sagt nicht.

00:13:31: es fühlt sich gerade ein leicht an weil Es geht um krenten setzen es geht vielleicht auch um trauern es ist etwas passiert entfehler.

00:13:37: es geht um sich verändern Verantwortung übernehmen oder auch was neues lernen und Oder ist sich auch eine beziehung ehrlich führen.

00:13:44: Und das kann nie immer leicht sein.

00:13:49: Da wird es Momente geben, die haben das mit abgeben zu tun und loslassen.

00:13:55: Und da wären Schnütte gemacht, Katz gemacht bzw.

00:14:00: da gehen auch Sachen dem Bach runter weil Dinge nicht funktionieren oder weil ich einen Fehler gemacht habe.

00:14:06: Oder auch Krankheit.

00:14:09: Immer Leichtigkeit kommt mir so vor wie ein ... Wie die amerikanischen Verfassung, das ist der Pursuit of Happiness.

00:14:15: Das muss festgeschrieben sein von dem Anspruch auf Glück.

00:14:18: und dann sage ich mir ne, das geht?

00:14:21: Das ist

00:14:21: wie so ein Extremismus irgendwie oder?

00:14:24: Der Extremismus in eine andere Richtung.

00:14:26: Es muss immer leicht sein nur wenn es leicht ist.

00:14:28: Da ist jetzt nicht mehr die Ausgeglichenheit.

00:14:31: dass wäre so wie wenn immer die Sonne scheint.

00:14:35: Wir träumen ja häufig von so einem Paradieszustand im Sinne von immer schönes Wetter, immer Sonne.

00:14:41: Aber wir vergessen dabei das Immer-Sonne und immer Tag sozusagen, Tag mit Sonnenschein heißt, wir haben keine Nacht mehr.

00:14:48: Wir haben keinen Schlaf mehr, keine Ausruhrphasen.

00:14:51: Vielleicht hilft dieses Bild das ein bisschen deutlich zu machen, so wie ich dich zumindest verstehe.

00:14:56: also dass es kein Extremismus sein kann.

00:15:00: Also egal ob er jetzt... gut oder schlecht, leicht oder schwer ist.

00:15:04: Sondern dass es eher um so eine Balance geht.

00:15:07: Aber woran erkenne ich dann die Leichtigkeit?

00:15:10: Das war ein bisschen ... Oder können wir über diesen Unterschied zur Oberflächlichkeit

00:15:14: kommen?

00:15:15: Ja leider... Ich finde bei der Leichtigheit ist es so, ich muss es nicht gegen mich tun.

00:15:22: Das was ich tue, muss sich nicht gegen mir tun.

00:15:27: und schwere Oder auch im anderen Kontext wird von Leid gesprochen.

00:15:34: Schwere ist Schmerz, Lernen, Verantwortung, Abschied und Sicherheit.

00:15:39: Und dann gibt es noch eine zusätzliche Schwere.

00:15:40: die ist Selbstabwertung, Perfektionismus, Vergleichen, Schuld, Scham, Schande.

00:15:48: Das waren alles richtig und leicht machen zu müssen.

00:15:52: Und das packt sich auf.

00:15:53: diese natürliche Schwere, die manche Dinge haben wie Krankheit Tod Alter Verlust, Unsicherheit packt es dann noch obendrauf.

00:16:05: Dass das auch noch die Selbstabwertung.

00:16:07: dazu kommt ein Perfektionismus, der ein anderer Perfekcionismus ist als der Schirurg, der gerade die Narbe am Bauch zunäht.

00:16:18: Also dass... Das ist das wo ich unterscheiden würde.

00:16:22: also Leichtigkeit ist Ich muss die Dinge nie gegen mich tun.

00:16:28: wenn ich spüre Ich brauche Ruhe, ich brauche Schlaf.

00:16:31: Ich brauch Regeneration.

00:16:33: Dann

00:16:33: ist es gut

00:16:34: mir dieses genau das auch zu geben.

00:16:37: oder ich braue jetzt eine Phase von weniger Gespräch?

00:16:42: Oder das ist mir gerade so viel, dass auch zu sagen...

00:16:44: Also hat Leichtigkeit um mit Grenze zu tun!

00:16:46: Es hat was

00:16:47: mehr aufgeregt.

00:16:48: Zum Erken.

00:16:48: also beschreibst du ja etwas, ich nehme das wahr.

00:16:51: Ich kriege mit und sehe mich nach Ruhe.

00:16:52: Jetzt reden genug.

00:16:53: Jetzt brauche ich stille dann sich auch zu erlauben das zu kommunizieren oder diese Grenze zu setzen und sagen, hey irgendwie ist jetzt gerade genug.

00:17:07: Ja vielleicht in diese Richtung Leichtigkeit und vielleicht auch den Unterschied zur Gleichgültigkeit.

00:17:13: also es interessiert mich nicht Gleichgöltigkeit ne?

00:17:17: Also gleich gültig zu sein ist ja an sich nichts Schlechtes im Sinne von alles gilt gleich Tag und Nacht hell und dunkel Mann und Frau gilt gleich.

00:17:28: Aber Gleichgültigkeit im Sinne von, das ist mir alles egal.

00:17:30: Es juckt mich nicht.

00:17:31: Das interessiert mich nicht!

00:17:33: Ist was anderes als Leichtigkeit im Umgang mit den Dingen

00:17:36: oder?

00:17:37: Ja, ihr wollt bei Gleichgöltigkeit bin ich ja bei der Interesse und das ist eines der Themen welches uns auch aus der Verbundenheit heraus reist, weil ich mich mit dessen Interesse und Gleichgültigkeit geh' ich keine Verbundenheit ein.

00:18:08: Sondern ich nehme das hin, dass sich das Dinge geschehen wo ich an sich wirksam werden könnte und könnte verändern oder mich mit einsetzen oder Hilfestellung geben.

00:18:21: Und ich nehm mich daraus und sag nee interessiert mich

00:18:25: nicht.".

00:18:25: Oder muss ich jetzt ne Lesen, muss ich ne Wissen?

00:18:27: Obwohl

00:18:28: es eine Chance wäre.

00:18:28: Eine Gelegenheit wäre.

00:18:29: Obwohl

00:18:29: ist eine Chance oder eine Gelegenkeit mehr.

00:18:30: Etwas Positives

00:18:31: zu bewirken und vielleicht sogar gehört das oder könnte es zur Verantwortung gehören also zur eigenen?

00:18:38: wenn ich jetzt sage Ich habe eine bestimmte Rolle im Job.

00:18:41: Ich bin für irgendwas verantwortlich.

00:18:43: Ich soll irgendein Ergebnis verantworten Und ich sehe ne Chance.

00:18:47: Ich seh ne Gelegenheit aber ich gehe da nicht nach Pflicht, also Verantwortung im Sinne von Pflicht vielleicht auch nicht zwingend etwas Schweres.

00:18:56: Sondern wenn ich es als Chance begreife mit einer anderen Haltung daran gehe.

00:19:01: Etwas was mir Gelegenheit gibt, etwas tatsächlich zu bewirken, etwas Positives zu bewurken.

00:19:07: Etwa tolles zu erreichen.

00:19:10: Ja geht bei mich natürlich innerlich sofort so eine Art... So ein Licht an das dahinter scheint will und was ist da los?

00:19:18: Also es ist zum Beispiel Die Angst, also vielleicht ist es Scham und vielleicht ist auch Angst vor Verletzung.

00:19:27: Weil ich mich ja da auf Interaum begebe wo ich zum Beispiel noch keine Expertise habe und dann Risiko eingehe etwas Falsches zu sagen nicht Bescheid zu wissen von der falschen Entscheidung zu treffen Fehler zu machen.

00:19:43: und da entlarvt zu werden oder so.

00:19:47: Das sind gerade auch so ein Bereich, wo ich selber die letzten Stunden so mich drin bewegt habe zwischen diesen beiden Polen.

00:19:54: Und deswegen kommt mir das gerade wenn du darüber sprichst.

00:20:01: Ich hab grad so drüber nachgedacht dieses Verwechseln also was könnte man verwechseln mit Leichtigkeit?

00:20:06: Oder was könnte Man verwechselt mit Schwere Ich guck mal auf den schwere Bereich, Ernsthaftigkeit mit Tiefe zu verwechseln zum Beispiel.

00:20:22: Wenn ich etwas oder eine Anspannung mit Verantwortung zu verwechseln...

00:20:31: Wie ist das nochmal zwischen Ernsthaftigkeit und Tiefe?

00:20:34: Na ja, wenn ich nicht lache, kein fröhliches Gesicht mache, habe ich ja nicht automatisch tiefe!

00:20:45: Ich sag mal stille, im Sinne von ich lass nichts gucken.

00:20:49: Könnte eine Maske sein, könnte sozusagen eine Schutzmauer sein.

00:20:53: Das heißt sich automatisch tiefe?

00:20:56: Ja da bin ich voll bei dir.

00:20:58: Nee das ist keine Tiefe.

00:20:59: also in meinem Verständnis ist es quasi nur dann tiefe wenn derjenige auch Wenn ich jetzt dieses stille Gesicht nehme oder dieses Nichts sprechen, dieses wie in der stillen Meditation.

00:21:13: Wenn ich da auch leicht ohne großen Aufwand wieder rauskommen kann und dann nicht mich bemühen muss diese Maske gerade aufrecht zu erhalten oder dieses nichts gucken lassen aufrechtzuerhalten sondern eben mitfließen kann mit dem was da gerade kommt.

00:21:28: das wäre für mich so ein bisschen der Unterschied zwischen Ernsthaftigkeit und Tiefe.

00:21:33: Wie ist es für dich?

00:21:35: Ja Ich kann dem Ich kann dem sehr gut folgen.

00:21:41: Also wenn ich jetzt so in mich meine Biografie reingucke, da kenne ich das Thema Ernsthaftigkeit auch sehr gut weil es wurde mir gesagt also ich soll doch endlich etwas ernsthaft daran gehen und mit gewissen Ernsthaftigkeit.

00:21:56: und wir haben dann immer als Spaß gesagt der Ernst des Lebens Ich war auch ernsthaft.

00:22:10: Und das war aber keine Tiefe, sondern ich war eher in dem Bereich von ... da muss ich jetzt durch!

00:22:25: Da bin ich nämlich bei Schwere und Pflicht.

00:22:29: Du, da musst du jetzt durch.

00:22:32: Dauerbelastung als Wert.

00:22:34: Also, da muss ich jetzt durch und wenn ich da durchgehe, dann bin ich wertvoll ... Ja?

00:22:38: Wenn ich das durchhalte, bin ich ein toller Mann in einem Zeichen.

00:22:41: Zum Beispiel ... Hast du das so empfunden?

00:22:43: Ein

00:22:44: toller Man auf jeden Fall.

00:22:46: In meiner Ziele damals war noch Souveränität.

00:22:49: Heute würde ich bei Souveranität gehen mit mir alle am Glocken an.

00:22:54: Weil ein Souveräen ist jemand der die ... absolute Kontrolle haben will und ein souverän.

00:23:03: Wobei es Momente von Souveränität sind ja auch Augenblicke von Souvernität, die können ja vorkommen.

00:23:11: Wie kurz du das definieren, wenn's eine gesunde Souveranität ist oder eine natürliche?

00:23:17: Wenn ich souveräd bin dann bin ich doch quasi, sagen wir mal geübt, bin nicht schockiert, bin ich nicht überrascht.

00:23:24: im Umgang mit den Dingen, die mir begegnen sag' ich mach'.

00:23:27: Mh, ja.

00:23:28: Müssen wir noch mal gesondert über Souveränität sprechen?

00:23:31: Das wäre vielleicht auch nochmal ein Thema ... Ja, es sind viel dran an dieser Leichtigkeit.

00:23:34: Wenn ich Souveranität aus Männlichkeitsperformance heraus betrachte, dann kann man sie noch einmal gut auseinandernehmen.

00:23:42: So ist erst mal... Ich würde eher sagen, ich bin ganz bei mir!

00:23:51: Ich bin nie im Krieg mit mir selber Und dadurch, dass ich neben Krieg mit mir selber bin, bin ich mit allen Dingen in einer guten Balance.

00:24:01: Und dadurch kann ich ... In Situationen die auch herausfordernd sind, kann ich zum Beispiel mich kundtun und kann sagen, oh das ist jetzt gerade schwer für mich oder mir fehlen grad die Worte?

00:24:16: Oder ich bin unsicher Und ich habe Angst davor, verletzt zu werden.

00:24:25: Dieses von sich kundtun und über sich selber sprechen... Wie schlafe

00:24:30: ich es dann?

00:24:31: Wenn ich muss gerade beim Zuhören, muss ich daran denken dass ich auch schon mit Geschäftsführern gearbeitet hab die gesagt haben naja wenn ich jetzt hier anfange darüber über meine Unsicherheit zu sprechen über Zweifel oder über meine Wortlosigkeit Sprachlosigkeit und ich zeig mich damit Dann gehen die anderen ja sofort auf mich los.

00:24:50: Ich habe ja plötzlich, mach ich ne Lücke auf zum Thema Kontrolle.

00:24:56: Wenn da so lauter Kampfkunstmeister sich begegnen und dann sehen sie plötzlich eine Lücke im anderen.

00:25:02: Dann haben wir gelernt.

00:25:04: Zumindest haben es beim Training wenn ich ne lücke sehe nämlich die.

00:25:08: Und wenn ich jetzt also die Geschäftsführer erleben das ja häufig so dass die in so einem Challenge Modus sind.

00:25:14: In so einem...ich darf keine Schwäche zeigen weil sonst bin ich nicht gut.

00:25:19: Und dadurch umgeben die sich mit lauter Leuten, die alle so sind und wenn sie jetzt anfangen das zu tun was du gerade beschrieben hast dann erleben die da nicht nur eine Angst sondern erleben es tatsächlich so dass die anderen sofort darauf gehen

00:25:33: ja

00:25:34: und das ist dann weh tut.

00:25:35: also dass sie das dann verschlimmern sozusagen das dann niemand sagt okay alter ich verstehe dich das kann ich Ja, das kenne ich von mir selber oder so.

00:25:43: Sondern dass die dann ... als Angriff werden erfunden?

00:25:47: Aber

00:25:49: ich

00:25:50: mach jetzt grad keine Therapie-Stunde für Geschäftsführer.

00:25:58: Weil es lohnt sich immer und wenn wir in dieser Runde zu Hause mit der Partnerin und dort die Karten auf den Tisch zu legen.

00:26:08: Ich hab jetzt keine Ahnung, ich weiß es nicht weiter.

00:26:10: Ich bin hilflos und da Souveränität ... also ... Souveranität keine Macht der Ohnmacht geben und nicht zugeben, ich bin hilflos sondern immer sozusagen meinen Anführungsstrichen Mann stehen.

00:26:30: Klar, wenn ich natürlich in einem hochkompetitiven Umfeld bin und dann über Gefühle zu sprechen und mein Inneres nach außen zu drehen.

00:26:39: Das bedarf ganz großen Mut und Standing.

00:26:45: Und dann will man ja auch irgendwie ... Wenn man das macht diese Selbstkundgabe an der Stelle, an dieser Stelle, diesem Kontext, in diesem hoch kompetitivem Umfeld, dann will wir ja irgendwie auch etwas erreichen Das heißt, die anderen aufwecken ... Genau.

00:27:01: Man zieht sich die Anerkennung über die Leistung.

00:27:04: Ja, wenn man

00:27:05: so

00:27:05: funktioniert im Umfeld.

00:27:06: In diesem kompetitiven Umfeld?

00:27:09: Ich hatte von grad noch einen Gedanken der sagte diese Ernsthaftigkeit ist vielleicht auch Erschöpfung.

00:27:14: Also dieses ... Der scheinbare Ernsthaftigkeit ist eher ein.

00:27:19: ich kann nicht mehr weil wir jetzt gerade bei dem Thema Leistung sind und Anerkernung und kompetitives Umfeld vielleicht eben dieses, da ich bin irgendwie erschöpft statt ernsthaft.

00:27:37: Vielleicht wird es missgedeutet.

00:27:39: also dieses... Ich definiere mich irgendwie darüber dass ich was leiste und etwas Nützliches mache irgendwie das ich wichtig bin.

00:27:50: Was spannend wäre ist wenn wir nochmal zu dem Thema Genuss sprechen weil wer hat den ja Den Begriff Genuss, den hatten wir heute schon.

00:27:59: Und ich finde ... Das ist etwas ... Weil es find ich eine spannende Frage.

00:28:06: Weil ich zum Beispiel ... Ich hab Genuss erst in den letzten Jahren für mich richtig entdeckt.

00:28:12: Ich konnte vorher nie genießen, weil ich auch immer eine ... Ich hatte immer eine Unzufriedenheit und eine Getriebenheit in mir.

00:28:19: Ja?

00:28:20: Der Genuss ist erst... viel später gekommen.

00:28:23: Aber ich kannte vorher schon Männer, die genießen konnten und also ist es etwas... Ich weiß nicht ganz genau ob das so sagen kann.

00:28:37: Der Mann kann genießen und der nicht?

00:28:38: Ich habe keine Ahnung!

00:28:39: Ich weiß es nicht aber auf alle Fälle kann ich mich dem Genuss zum Beispiel mit dem Augenblick genauso öffnen.

00:28:50: Das ist aber auch erst in der letzten Zeit gekommen, dass ich wirklich sagen kann ... Okay.

00:28:57: Das war jetzt fantastisch!

00:28:59: Ich hab das jetzt genossen und jetzt genieße ich es, dass dieser Augenblick auch wieder vorbei ist, weil das kann nicht von Dauer sein.

00:29:08: Ja?

00:29:08: Dieser Zustand.

00:29:09: Das ist wie ähnlich was du vorhin beschrieben hattest mit, das würde bedeuten wir wollen ja nur Sonne, wir wollen nur Tag.

00:29:15: Wir wollen nur, dass alles fein und schön ist und alles ist gut.

00:29:19: Nee, ist es ja nicht.

00:29:20: Es gibt dann ab einem bestimmten Punkt Nacht ... Da hab ich vielleicht

00:29:24: eine Idee.

00:29:26: Weil du grad sagst, ich akzeptiere oder ich mach einen Frieden damit das jetzt zur Ende ist.

00:29:30: Genuss?

00:29:31: Ich hab das beim Motorradfahren begegnet mir manchmal.

00:29:34: Gerade wenn wir jetzt früllig wieder ein bisschen raus fahren, genießen, Sonnenschein, Wärme fahren können und wenn ich dann noch so am Tag so ne Ausfahrt wieder nach Hause komme, wieder in den Hof fahre, dann merk' ich so ne ... Traurigkeit, so eine Unlust.

00:29:50: So einen Widerstand in mir, der sagt ich will nicht dass es zu Ende

00:29:53: ist

00:29:55: und daraufhin habe ich diese Strategie entwickelt mir auch nach schönen Dingen anzugewöhnen.

00:30:03: also wenn ich absteige dann Maschine aus ich steig ab so ein ganz kurzes Moment sagen ey danke

00:30:11: ja

00:30:11: danke für diesen geilen Ausschlag gerade Danke für diese Kurven für die was auch immer.

00:30:17: zählen wir das dann innerlich so ein bisschen auf was alles cool ist da dran war, was ich alles genossen habe.

00:30:22: So für mich selber und ich beobachte dass es mir dann leichter fällt zu sagen okay das war gut und dem nicht so nachzutrauern.

00:30:30: zum einfaches kurzes hey das war cool danke.

00:30:33: Wunderbar womit wir wieder mal beim Thema Dankbarkeitspraxis wären.

00:30:39: Aber die Frage liegt noch ein bisschen in der Luft wie definieren wir denn diese Leichtigkeit?

00:30:43: Also ohne dass es beliebig ist oder ignorant Hast du da vielleicht noch ein Ansatz, eine Idee über wie wir da rankommen?

00:30:50: Na

00:30:51: bei Leichtigkeit waren wir schon ganz gut.

00:30:52: Wir waren jetzt gerade beim Genuss.

00:30:55: Das geht also in die Richtung Leichtigkeits.

00:30:57: Wenn ich genießen lerne, wiedergenießen lernte.

00:31:00: Ach so, da hab' ich noch einen anderen Gedanken.

00:31:01: als Kind ist mir das aufgefallen dass ich das total genossen habe wenn ich allein im Wald war oder am Fluss unten und ich war keine Ahnung zehn Jahre alt oder so.

00:31:13: Also erste Klasse gerade in die Schule gekommen.

00:31:15: Und meine Freizeit hab ich das super genossen wenn dann niemand da ist nur die Natur es nur ich

00:31:21: bin.

00:31:23: Und später nach den ganzen Ausbildungen usw.

00:31:28: durch die Intermeditation ist mit dieses Bild wiedergekommen.

00:31:30: Und vielleicht, und das will ich gerne mitgeben auch zum den Hörern und Hörenden, ist vielleicht die Erinnerung daran dass wir schon mal in der Lage waren zu genießen und Leichtigkeit zu empfinden bevor sozusagen alles in Anführungszeichen losgingen, bevor die Schwere kamen, die Pflicht, die Verantwortung.

00:31:50: Damals war es ja noch die Jugendweihe oder wie heißt es bei der Kirche?

00:31:55: Konfirmation,

00:31:57: Kommunion.

00:31:57: Die

00:31:57: muss dann so losgeht mit ... Jetzt musst du erwachsen!

00:31:59: Jetzt musst wir Verantwortung übernehmen.

00:32:01: Das ist Schluss mit lustig.

00:32:03: Das hat mir damals sogar richtig Angst gemacht.

00:32:05: Da hab ich gedacht, oh Mist, fetzt ja gar nicht, erwachsen zu sein.

00:32:10: Und die musste mir das dann nachher wieder erarbeiten und mich zu Ende ... Hey der, der genießt alleine zu sein oder dass die Sonne genieß den Fluss des Fahrradfahren-Motorradfahren.

00:32:19: Der ist hier trotzdem noch da.

00:32:21: Den darf ich ja trotzdem noch... Leben und den darf ich Raum geben.

00:32:24: Und vielleicht ist das auch etwas, Raum und Zeit zu geben was man mitgeben könnte Den Zuhören Dass man sich sozusagen daran erinnert und dem dem Genuss in sich Raum und zeit gibt.

00:32:38: Ich finde eine sehr schöne Übung also die mir aus meiner Praxis so kommt is die übung Aus einem MBSR Also aus mindfulness based stress reduction aus dem Programm, aus dem Achtwöchchen.

00:32:52: Da gibt es die Rosinenübung.

00:32:54: Man übt mit drei, also eine einzelne Rosine zu zerkauen und zu beobachten an der Rosine auch zu hören.

00:33:06: Wenn ich mir den Finger darauf rumknacke, dann kann ich die Rosine hören.

00:33:12: Und ich habe jedes Mal die Erfahrung das immer ist so unterschiedlich schmeckt dass jede Rosine anders ist.

00:33:19: Jede Rosine ist eine komplette Einmaligkeit.

00:33:22: Und auch diese Übung, die hat – und das wird mir jetzt noch so richtig deutlich – die hat dazu beigetragen, dass ich mich diesem Genussaspekt viel mehr öffnen konnte und ihn auch wieder entdecken konnte.

00:33:36: Also dieses Bild, kleine Junge über die Wiese und in die Sonne gucken, in den Himmel reinschauen oder beim Fahrrad fahren, bergab den Fahrtwind im Sommer auf mich draufblasen lassen oder Barfuß einfach drum laufen und diese Momente- und Augenblicke zu genießen.

00:34:00: Und dann aber auch zu sagen okay jetzt ist das vorbei, weil es ist ja nicht so schlimm, es kommen gute Dinge wieder.

00:34:07: Das

00:34:08: ist so wie wenn ich nachts schlafen gehe und sage morgen ist ja auch noch ein Tag Morgen geht ja auch die Sonne wieder auf und wieder eine Gelingenheit zum Genießen.

00:34:18: Ja, und wieder ne Chance, wieder neue Dinge zu entdecken mit neuen Blick aus anderer Perspektive immer wieder neu jeden Tag auf Neu zu gehen.

00:34:36: Jörg was können wir noch mitgeben?

00:34:42: Ich war gerade noch bei dem Gedanken Disziplin Leichtigkeit, wenn mir der Genuss verloren geht.

00:34:50: Was mache ich?

00:34:50: Wenn mir die Leichtigheit oder die Freude, Lebensfreude oder den Genuss verlorengen... ...wenn ich das Gefühl habe, ich kann es nicht mehr.

00:34:56: Ich bin nur noch in einer Pflicht und eine Verantwortung.

00:35:01: Und ich hab aber keine Ahnung, mir geht's gut.

00:35:03: Materialer Wohlstand.

00:35:04: Ich hab Familie, ich hab ne Frau.

00:35:07: Keine Ahnung!

00:35:07: Ich hab eigentlich alles.

00:35:09: Aber ich bin trotzdem nur noch an der Pflicht.

00:35:11: Ich kann nicht mehr genießen.

00:35:13: Da hab' ich gerade gedacht Was hat mir damals geholfen, wieder mehr in den Genuss zu kommen?

00:35:19: Wieder mehr in die Freude und Leichtigkeit.

00:35:23: Und das war der Verzicht.

00:35:24: Das war dieses Absichtliche mal verzichten auf etwas.

00:35:30: halbis Jahr oder meine Kinder, die junge Generation sagt, die Toxin dazu.

00:35:36: Die legen dann so Dinge weg, meine Weile oder was ganz konkret mir geholfen hat war das Komplettfasten mal eine Woche nichts zu essen acht Tage nicht zu Essen nur Flüssigkeit Tee und Wasser.

00:35:50: Und dann zu beobachten Boah hab ich eine Sehnsucht nach Essen habe Ich eine Lust wieder auf Essen.

00:35:57: Also das vielleicht als Tipp noch zum mitgeben, weil du grad sagst.

00:35:59: Das kann man denn noch mit geben.

00:36:03: Mal den Verzicht also... ...das was eigentlich auf der Seite der Schwere steht wenn ich es über Disziplin bringe und sage du darfst nicht das'n dass'n das', wäre's ja sozusagen Disziplinen die mir etwas verbietet, die schwer ist.

00:36:15: Ja?

00:36:17: Das mal um zu drehen und bewusst einzusetzen und sagen Ich nehme diesen Verzlicht auf etwas disziplinieren war etwas, was ich auch beobachtet habe in diesen acht Tagen.

00:36:27: Dass es mich ganz schön viel Disziplin erfordert hat.

00:36:30: nach drei Tagen – ganz besonders!

00:36:32: Wenn dann schon das anfing, dass das Essen wieder verlockend war… Dann zu sagen, ne, ich mach's trotzdem noch nicht.

00:36:38: Ich geb dem trotzdem noch zu beobachten, wie nach acht Tagen ein Apfel geschmückt hat.

00:36:44: Oder wenn du das gerade mit der Rosine gesagt hast, da bin ich so ein bisschen draufgekommen, die ist es da so diese Zellen zu spüren, diesen Saft, diesen Geruch in diesen Moment wieder eintauchen zu können.

00:36:56: Also Leute, wenn ihr irgendwie das Gefühl habt, ihr könnt ihn mehr genießen verzichtet doch mal eine Weile auf das was ihr eigentlich besonders mögt und von dem ihr merkt dass er's gar nicht mehr geniessen könnte.

00:37:06: Verzichtet mal ganz bewusst darauf und gebt euch ne gewisse Frist.

00:37:10: Das würde ich vielleicht noch so als Tipp mitgeben.

00:37:13: Ich finde auch dieses Sprache zu beobachten, wie sage ich gewisse Dinge?

00:37:22: Ich muss so und so, ich muss das und das... Und da muss sich erst nochmal erkennen, keine Zeit.

00:37:27: Wir treffen nie keine Zeit!

00:37:29: Ach du spät heute, erst wenn ...

00:37:33: Bedingung, bedingte liebemäßig.

00:37:35: Also vielleicht die Pflicht dismissen als Identität.

00:37:38: also weil es ja von mir erwartet wird wenn der Mann sozusagen nur noch oder wenn wir nur noch eine Rolle erfüllen und deswegen das Gefühl haben von ich habe keine Zeit zu genießen kann nicht genießen Wenn quasi aus der pflicht nicht mehr Sinn wird sondern ne Art Falle Ja.

00:38:00: Und dann im Unkehrschluster dran hängt, wenn ich es nicht mehr mache und diese Rolle nicht so entspreche wie meine Vater das von mir wollte, wie das Unternehmen das von Mir verlangt, mein Partnerin oder meinen Partner das von dir will, dann bin ich kein guter Mann mehr, kein gut der Versorger, keinen vernünftiger Entscheider, keinen belastbarer Macher und so weiter.

00:38:21: Dann bin ich... Keine Ahnung, wer bin ich dann noch?

00:38:25: Da kommt so eine Identitäts- also ich will auf dieses Pflicht als Identität hin.

00:38:29: Kommt dann so ne Identitäzkrise?

00:38:33: Ja wenn man nur noch erfüllt

00:38:35: ja

00:38:37: und Diese das Schwierige ist dass diese Härte die dadurch entsteht Dass diese Harte Die ich da im Im Außen Praktiziere dass Ich mit derselben Härte gegen mich selber vorgehe und es ist ein ein Kreislauf, der so viel Bitternis und so viel Leid nach sich zieht.

00:39:05: Und das ist wie eine Herausforderung da diesen Kreis zu durchbrechen und sich zum Beispiel auch Hilfe zu suchen.

00:39:18: weil mein erster Gedanke war vor allem als du sagst was kann ich tun habe mir so gedacht.

00:39:24: Therapie!

00:39:25: Was?

00:39:25: Ich will einen Therapeuten suchen.

00:39:28: Das geht ja schon gar nicht, wenn ich jetzt ein Macher bin und meine Identität so da dran hängt, dann kann ich ja nicht zu einer Therapie gehen.

00:39:36: Obwohl ich der Meinung bin dass das immer selbstverständlicher wird – ich hoffe zumindest – dass es selbstverständlich wird, dass man sich Hilfe holt.

00:39:42: Es muss ja nicht Therapie heißen!

00:39:43: Es kann ja auch irgendwie eine andere Form von Wegbegleitung sein, es kann ja einfach sein.

00:39:48: wir haben letztes Jahr bei dir im Retreat gesessen und gemeinsam meditiert in die Stille gegangen.

00:39:54: Da stand ja nicht Therapie drüber und trotzdem hat es schon geholfen sein, das hat viel gemacht.

00:40:00: bei den Teilnehmern konnte ich beobachten wie wertvoll das ist.

00:40:05: also ich will jetzt quasi den Zuhörerinnen und Zuhörenden diese Angst vor Therapien nehmen oder sagen dass der einzige Weg das ist es nicht.

00:40:13: aber das was du sagst hol dir Hilfe ja?

00:40:15: Hol dir Begleitung!

00:40:16: Hol dir Austausch!

00:40:17: Hol Dir Reflexion!

00:40:18: Hol da jemand mit dem du dich darüber austauschen kannst Und das Gedanke, den ich da noch mit dranhängen will austauschen über die Rosine.

00:40:28: Wer so eine Überschrift wollte oder vorhin mit der Rosine das gesagt hast also dass der Genuss nicht Menge sein muss weil es war so ne Beobachtung nach dem Fastenbrechen, dass zum einzelner Apfel schon unglaublich viel mich genährt hat, Genuss Freude gebracht hat und ich nicht Zehnerpfel bräuchte um dann alle in mich reinzustopfen sondern dass das gereicht hat über Atmung über Zeit lassen über Beobachten.

00:40:54: Und das wäre sozusagen auch der Tipp da dran wie kann ich mit dieser einzelnen Rosine?

00:40:58: Wie kann ich so zu sagen mit wenig Menge Quantik qualitativ viel Genuss rausholen sozusagen Anführungszeichen

00:41:08: Ja und Hilfe zu holen.

00:41:13: Da gibt's so eine kleine Kampagne, die heißt Mann holt die Hilfe.

00:41:16: Und wenn man nicht zum Therapeuten gehen will ... Es gibt auch Männerberater!

00:41:20: Wir werden in den Show-Notes dazu mal was verlinken und der Jörg hat mich gebeten hier die Schlussworte zu sprechen, die wir jetzt machen.

00:41:32: Ich bin dann noch nicht so geübt drin.

00:41:35: Du bist schon... ich will noch... haben wir es schon so lange?

00:41:36: Ich hab gar nie auf die Uhr geguckt.

00:41:38: Okay.

00:41:40: Dann müssen wir vielleicht nochmal einen zweiten Teil zu dem Thema machen.

00:41:42: aber danke ja Ja, okay.

00:41:45: Dann lasse ich das jetzt mal zu ganz leicht.

00:41:48: Mach mal ganz leicht!

00:41:51: Weil ich schon denke dass die Zeit ran ist.

00:41:55: Okay

00:41:55: bevor du dich losworte sprichst gibt mir noch eine Chance eine kleine Übung mitzugeben.

00:42:00: Eine kleine Beobachtungsübung für unser Publikum.

00:42:04: Beobachte doch mal in dem nächsten Tag also beobachte heute und morgen Mal.

00:42:09: wie oft sagst Du Ich muss Wie oft sagst du, nee sorry, keine Zeit.

00:42:14: Wie oft sage ich, erst wenn das und dass?

00:42:20: Beobachte das einfach mal!

00:42:21: Machen wir eine Strichliste.

00:42:24: Schau mal hin.

00:42:25: Schaue nicht weg.

00:42:26: SchAU HINTSCHAU NICHT WEG, hat mir der Lehrer immer gesagt.

00:42:28: Eine

00:42:28: schöne wertvolle Übung.

00:42:34: Für jetzt du.

00:42:35: Jetzt ich.

00:42:36: Jetzt versuche ich das alles zusammenzubekommen.

00:42:39: Ja also folgt uns gerne... klickt welchen Button.

00:42:47: Die Glocke?

00:42:48: Da ist irgendwo eine Glocche.

00:42:49: Da ist irgendwann eine Glocker, hat Jörg gesagt.

00:42:51: Da muss es eine Glocke sein!

00:42:52: Da muss

00:42:52: die Glocce sein.

00:42:53: Genau

00:42:53: ihr könnt das.

00:42:55: Schaut

00:42:56: in die Show Notes.

00:42:57: Wir fassen da noch was zusammen.

00:43:01: Schreibt uns Kommentare und oder E-Mails Kontaktdaten in den Show Notes.

00:43:06: genau wir beantworten alles.

00:43:08: wie immer sind schon auch einige Kontakte da entstanden.

00:43:12: super Sache Danke und bis ganz bald ihr Lieben.

00:43:21: Tschüss!

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